Wir über uns

Die Schwibbogenbauer aus dem Norden

Seit dem Jahr 2000, das muss so in der Herbstzeit gewesen sein, beschäftigt uns das Thema Schwibbogen. Niemand ahnte,das sich nach dem fertigen unseres ersten Schwibbogen eine solche Leidenschaft entwickeln würde . So führt uns diese Begeisterung heute bis zu fünf Mal im Jahr in das wunderschöne Erzgebirge, das uns nun schon zu einer zweiten Heimat geworden ist. Von Haus aus sind wir beide gelernte Metaller und hatten bis dato eher weniger mit Holz gearbeitet. Auf Anraten meiner Frau entschlossen wir uns schnell zum Kauf einer Dekupiersäge im Wert von 59 DM, die übrigens bis heute ihre Arbeit macht und alle von uns gefertigten Bögen gesägt hat. Unsere Arbeit ist genau aufgeteilt. Motive werden gemeinsam überlegt ,wobei meine Frau da wohl ein besseres Auge  hat. Dann überträgt się die ersten Entwürfe auf`s Papier und schließlich wird alles auf Sperrholz gezeichnet. Mein Part besteht dann darin Stunde für Stunde das so liebevoll aufgezeichnete Motiv mit Hilfe allerlei verschiedener rund und geraden Sägeblättern auszusägen. Seit vielen Jahren bringen wir unser Holz, Sägeblätter, Farben und was man sonst noch so benötigt komplett aus dem Erzgebirge mit. Mit voller Begeisterung stürzten wir uns damals auf die Arbeit und konnten uns so schon nach kürzester Zeit -zwei bis drei Jahre- über so viele Bögen, umgeben von Räuchermännern , Engel, Bergmänner und was sonst noch die Vorweihnachtszeit bereichert, in unserem Haus erfreuen,so das für unsere Kinder zur Weihnachtszeit ein eher Museums ähnlicher Eindruck entstand. Erst der wirklich ernst gemeinte Hinweis unserer Kinder und Bekannten, das alles doch mal zur Weihnachtszeit auszustellen machte uns Mut und lässt uns bis heute auf über zehn Jahre Ausstellungen zurückblicken. Da wir grundsätzlich keinen unserer Bögen verkaufen ,wächst die Anzahl von Jahr zu Jahr. Liebgewordenen Menschen schenken wir auch gern mal einen Bogen.

Die von meiner Frau in den letzten Jahren selbst entworfenen Bögen sind mit unter nicht ganz ohne. So fertigte ein Sägeblatthersteller eigens für uns Rundsägeblätter mit einem Durchmesser von 0,48 mm, ohne die wir den Fürstenzug mit über 2800 Sägeschnitten ,das Paradies so wie das Abendmahl von Leonardo daVinci mit über 2000 Sägeschnitten so wohl nicht hätten realisieren können. Nach vielen Ausstellungen im Norden verspürten wir dann den Wunsch auch einmal im Erzgebirge auszustellen. Die Idee einer Wanderausstellung hatten wir im Jahr 2016 nach einer persönlichen aber traurigen Begegnung mit Familie Teller aus Johanngeorgenstadt.

Weit über 85 sogenannte 3D Lichterbögen haben wir in den letzten Jahren auf unseren Ausstellungen präsentiert und dann ging es richtig zur Sache. Mit Kamera,riesigen weißen Bettlaken aus DDR-Zeiten und Klammern machten wir uns auf den Weg um nach Schwibbögen am Ortseingang, am Rathaus und auf Marktplätzen zu suchen. Bisher haben wir über 80 original Schwibbögen registriert und an die vierzig nachgebaut.Winter 2019 ist es dann soweit. In Johanngeorgenstadt,der Stadt des Schwibbogen beginnt unsere Ausstellung Schwibbögen am Ortseingang- Wandern und Wachsen“Alle Schwibbögen sind aus Sperrholz in 5,5 mm Dicke und ca.750 mm breit, bestückt mit Wachskerzen. Unser Wunsch ist es den Menschen die Vielfalt der Motive und die Geschichte zum Bogen näher zu bringen. Es gibt keinen Bogen der gleich aussieht auch wenn sich die Motive oftmals ähneln. Helfen sie mit das auch die Menschen ,die in den 60-70 und 80 ger Jahren in vielen Orten des Erzgebirges die Schwibbögen aufstellten ,nicht in Vergessenheit geraten. Wir wissen das viele Menschen auch aus anderen Kontinenten auf dieser Welt regelmäßig auf unserer Homepage schauen und sich über die Schwibbögen freuen, an denen vielleicht sogar einst ihre Väter noch mitgewirkt haben. Zum Schluss lassen sie mich und meiner Frau noch einen Wunsch aussprechen.

Möge das Licht unserer Bögen die Herzen aller Menschen in der vorweihnachtlichen Zeit erhellen.

In diesem Sinne freuen wir uns auf ein vielleicht sogar persönliches kennen lernen während einer unserer Ausstellungen und verbleiben mit einem herzlichen

„Glück auf“